Immersive Theatertour durch den Fundus des Stadttheaters Gießen: Was als Führung beginnt, wird zur Reise. Kostüme flüstern, Möbel erinnern sich, Requisiten widersprechen — und eine Regisseurin sucht die perfekten Gegenstände für ihre Inszenierung, doch der Fundus widersetzt sich.
Die Inszenierung
Immersive Theatertour durch den Fundus des Stadttheaters Gießen.
Manche Orte sind voller Geschichten. Der Fundus des Stadttheaters Gießen ist einer davon. Was als Führung beginnt, wird zur Reise — performativ, interaktiv, audiovisuell. Sie hören Stimmen, folgen Spuren, betreten Räume, in denen Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfallen. Manchmal werden Sie gefragt. Manchmal entscheiden Sie mit. Manchmal hören Sie einfach zu.
In kleinen Gruppen begeben Sie sich auf eine geführte, performative Theatertour durch verborgene Räume. Was als Blick hinter die Kulissen beginnt, wird zu einem immersiven, audiovisuellen Erlebnis: Kostüme flüstern, Möbel erinnern sich, Requisiten widersprechen. Der Fundus lebt.
Denn der Fundus ist ein Archiv der Erinnerungen. Auch Kostüme, Möbel und Requisiten führen hier ein Eigenleben. Requisiten sind keine stummen Objekte, sondern fragende Wesen: Sie erinnern sich, widersprechen, mischen sich ein und stellen existenzielle Fragen. Nichts bleibt stumm.
In kleinen Gruppen folgen Sie einer Regisseurin, deren Premiere näher rückt und der langsam die Kontrolle entgleitet. Sie sucht die perfekten Gegenstände für ihre Inszenierung – falls es so etwas in diesem eigensinnigen Fundus überhaupt gibt. Doch die Dinge spielen nicht mit. Sie haben Eigenarten, Erinnerungen, einen eigenen Willen. Sie lassen sich nicht einfach auswählen. Sie wollen gehört werden.
Betreten Sie den Fundus des Stadttheaters – einen Ort, an dem nichts stillsteht und nichts schweigt. Ein Theatererlebnis zwischen Führung und Fiktion, Spiel und Wirklichkeit.
Eine Produktion von ArtesMobiles in Koproduktion mit dem Stadttheater Gießen, entstanden im Rahmen des Projekts Versuch über die nachhaltige Ordnung merkwürdiger Dinge im Programm Fonds Zero der Kulturstiftung des Bundes.
Fotos: Robert Schittko
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